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Die Schloßkapelle An der nördlichen Seite der Anlage wurde in der Übergangsperiode von der Gotik zur Renaissance, 1590, die Schloßkapelle erbaut. Es wird vermutet, daß der Heilbronner Erbauer Jacob Müller mit dem Baumeister Georg Beer, dem Erbauer des Neuen Lusthauses in Stuttgart, in enger Verbindung stand. An der Vorderseite sind zwei gotische Spitzbogenfenster zu sehen, über dem Haupteingang wieder das Liebensteiner Wappen. Über dem Seiteneingang befindet sich der Schutzpatron der Kapelle: Apostel Jakobus mit der Heiligen Schrift. Den Giebel zieren die Brustbilder des jüdischen Königs und Psalmdichters David mit der Harfe (links) und des Frankenkaisers Karl des Großen (rechts). Zur Auflockerung der Fassade sind die für den Stil der Renaissance charakteristischen griechischen Säulen angebracht worden. |
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Der Quersaal im Inneren hat eine
Herrschaftsempore nach Art einer evangelischen Schloßkirche. Markant ist der im
nordöstlichen Teil gelegene achteckige Seitenkirchturm mit gotischen Fenstern, in dem
sich auch der Altarraum befindet. Der Garten hinter dem Turm war einmal der Friedhof. Am Anfang des 19. Jahrhunderts, nachdem die Hofkammer das Schloß und Gut übernommen hatte, war für die Schloßkapelle keine Verwendung mehr und die Renovierungskosten zur Erhaltung zu teuer. Sie sollte deswegen auf Abbruch verkauft werden. Da sich jedoch glücklicherweise kein Käufer fand, wurde die Kapelle sich selbst überlassen und verfiel langsam. 1914 wurde dann doch von der Hofkammer die Vorderseite renoviert. |
| Das kleine Tor neben
der Kapelle |
Ca. 1670 nach dem Tod von Friedrich Albert
gingen seine drei Söhne Phillip Reinhard, Phillip Konrad und Phillip Albrecht eine
Erbvereinigung ein. Phillip Reinhard überlebte diese Vereinigung nicht lange. Nach dessen Tod gerieten die beiden Brüder so stark in einen Streit, daß der Bruder vom unteren Schloß nicht mehr das Tor des oberen Schlosses benutzen wollte. Aus diesem Grund ließ er sich links neben der Schloßkapelle ein kleines Tor in die Mauer hauen, um so einen eigenen Weg in das Tal zu haben. |
Liebenstein
Castle Hotel and Restaurant
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